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Gottfried von Beselich
Beiträge zur Heimatgeschichte
Das Wappen von Beselich

Das Wappen von Beselich

Wie bereits unter Geschichte / Allgemein zu lesen ist, wurde die Gemeinde Beselich am 31.12.1970 aus den ehemaligen Gemeinden Obertiefenbach, Heckholzhausen, Schupbach und Niedertiefenbach gebildet. Keine der bislang selbständigen Gemeinden hatte ein amtlich verliehenes Wappen geführt, welches für die Schaffung eines gemeinsamen Wappens zugrundgelegt hätte werden können.

Die Gemeinde hatte sich jedoch für ein auf historischer Grundlage beruhendes Wappen ausgesprochen und von Herrn Helmut Herborn aus Limburg einen Entwurf ausarbeiten lassen, der einerseits auf die frühere Territorialzugehörigkeit Bezug nimmt, andererseits die Tradition des mittelalterlichen Klosters wieder aufgreift, das dem neuen Gemeindezusammenschluss den Namen gab.
Das Wappenschild zeigt zunächst die Farben der beiden ehemaligen Territorialherren: In Blau vier silberne Kreuze (Nassau-Hadamar) und in Silber drei rote Pfähle (Grafschaft Wied-Runkel). Die vier silbernen Kreuze symbolisieren gleichzeitig die Vierzahl der Ortsteile. In einem Herzschild in der Mitte des Wappens ist dann stellvertretend für die einstige Basilika des Klosters, die nicht mehr rekonstruierbar ist, in stilisierter Form die heute noch bestehende Wallfahrtskapelle abgebildet. Durch die Darstellung der Kirche wird außerdem die Herleitung des Ortsnamens „Beselich“ aus „basilica“ unterstrichen. Der Herzschild besitzt die Form eines Grenzsteines und gibt den „Grenz“ oder „Küchenstein“ im ehemaligen Klosterbezirk wieder, der die Gebiete der beiden Landesherren voneinander trennte. Seine grüne Grundfarbe versinnbildlicht die Wälder, die das frühere Kloster umschließen.

Die Gemeindevertretung hatte den ausgearbeiteten Entwurf in der Sitzung am 17.04.1978 beschlossen, mit Urkunde vom 18. Januar 1979 wurde das Wappen vom Hessischen Minister des Inneren genehmigt.